Zum ersten Mal traten wir gemeinsam im Juni 1998 auf. Trotz unserer "klassischer" Ausbildung und Zusammensetzung sind wir kein klassisches Ensemble - wir fühlen uns nämlich dem Folk viel näher zugewandt. Andererseits sind wir auch keine Folkband, obwohl dieser Begriff in den letzten Jahren sehr ausgeweitet wurde. Wir schöpfen nicht direkt von den Quellen. Uns faszinieren eher die verschiedenen Flüsse und Bächlein, die aus diesen Quellen ausströmen und mit ihrer Frische bezaubern. Wir stöbern in Bibliotheken, Antiquariaten, alten Papieren aus unseren Familienhäusern (der Zufall wollte, dass wir alle aus Familien mit musikalischen Traditionen stammen) und suchen nach Sachen, die durch Aufeinandertreffen von sogenannter "klassischer" Musik und Folkmusik entstanden sind. Das Material, auf welches wir stossen, ist meist bruchstückhafter Natur, deshalb würzen wir es - zwangsweise - mit einem Zusatz eigener Ideen. Wir behaupten jedoch niemals, wir würden sie entdecken, wir sind eher auf der Suche nach ihnen. Wir möchten diejenigen Noten vor Vergessenheit bewahren, die - zeitverloren - in verstaubten Kisten und Truhen liegen.

Die Musik, die wir spielen, könnte man auch als "die Folkströmung der klassischen Musik" bezeichnen. Zu unseren musikalischen Faszinationen zählen leidenschaftliche Tschardasche, rhythmisch "gebrochene", balkanische Tänze und melancholische Klezmermelodien. Einer besonderen Wertschätzung erfreut sich bei uns ein Phänomen, das unter dem Namen ARGENTINISCHES TANGO bekannt ist, vor allem die Werke von Astor Piazzolla. Wir möchten eben diese unseren Vorlieben bei Konzerten präsentieren, wo wir eine spezifische Mixtur musikalischer Stimmungen erschaffen.

Trio Taklamakan